Landtag startet Mitmachportal für die neue Verfassung

Seit Anfang des Jahres arbeitet das NRW-Parlament an einer Neuauflage der Landesverfassung. Um die Bürgerinnen und Bürger dabei in den kommenden Monaten noch stärker zu beteiligen, hat die Verfassungskommission heute ein Mitmachportal gestartet.

„Die Bürgerinnen und Bürger möglichst intensiv an der Weiterentwicklung der Verfassung zu beteiligen, ist eines der Kernziele unserer Kommission“, betont das Kölner Kommissionsmitglied Andreas Kossiski. Neben dem Postweg und per E-Mail funktioniert dies nun auch über das neue Mitmachportal auf der Internetseite des Landtags.

Dort können Interessierte ihre Meinung zu den vier Themenblöcken der Verfassungskommission mit wenigen Klicks loswerden: Parlamentarismus und Landesregierung, Partizipation, Schuldenbremse sowie Kommunen und Verfassungsgerichtshof. Der jeweilige Blogeintrag erscheint nach der Freigabe durch den Landtag als Moderator. Geprüft wird dabei, ob die Beiträge den Mitmachregeln entsprechen.

In einem Kurzvideo zum Portalstart ruft der Kommissionschef Bovermann die Menschen in NRW dazu auf, die Blogseiten ausgiebig zu nutzen: „Wir gehen damit einen völlig neuen Weg und sind sehr gespannt auf die Beiträge der Menschen aus ganz NRW“, freut sich Andreas Kossiski über den Start des Portals. Noch bis Ende kommenden Jahres setzt die Kommission ihre Arbeit fort. Über eine mögliche neue Verfassung muss dann der Landtag mit Zweidrittelmehrheit entscheiden.

Land erleichtert sozialen Wohnungsbau in Köln durch globales Förderbudget

Bauminister Michael Groschek hat mit dem Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters und dem Münsteraner Stadtdirektor Hartwig Schultheiß eine Zielvereinbarung über die Bereitstellung globaler Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau unterzeichnet.

Darin garantiert das Land der Stadt Köln bis einschließlich 2017 ein jährliches Globalbudget in Höhe von 75 Millionen Euro, für die Stadt Münster beträgt das Budget 25 Millionen Euro pro Jahr. In Köln sollen so jährlich 1.000, in Münster 300 preisgünstige Mietwohnungen neu gebaut werden.

Die Städte verpflichten sich, auf städtischem Grundbesitz einen Anteil von mindestens 30 Prozent für den geförderten Wohnungsbau umzusetzen. Städtische Grundstücke sollen gezielt Wohnungs-baugenossenschaften angeboten und Wohnbaureserveflächen für öffentlich geförderten Wohnungsbau baureif gemacht werden.

„Gerade in Köln haben wir ein massives Problem: Hohe Grundstückspreise erschweren oder verhindern oft Investitionen in den Bau von öffentlich geförderten Wohnungen. Das wiederum führt zu einem Mangel an Wohnungen mit einer bezahlbaren Miete. Jetzt hat das Land die Förderbedingungen genau auf diese Belange angepasst. Das heißt, wir bekommen ein Globalbudget in Millionenhöhe, mit dem Köln bis 2017 planen und investieren kann. Das macht uns unabhängig von neuen Zuweisungen des Landes und dessen jährlichem Haushalt und schafft die nötigen Räume für entsprechende Entwicklungsprojekte im Kölner Norden”, kommentiert Andreas Kossiski Weiterlesen

Besuch der Antiochenisch-Orthodoxen Kirchengemeinde St. Dimitrios Köln.

Im Gespräch mit dem Metropoliten Isaac und dem Gemeindevorstand über die Situation der Flüchtlinge im Irak und Syrien in der Antiochenisch-Orthodoxen Kirchengemeinde St. Dimitrios Köln. Der Metropolit ist der ranghöchste Vertreter seiner Kirche im deutschsprachigen Raum. Ich bin stolz darauf, dass diese orthodoxen Christen den Kölner Norden als ihre Heimat gewählt haben. Im Gespräch haben wir konkrete Ideen ausgetauscht und einen regelmäßigen Dialog vereinbart. Danke für die Gastfreundschaft.

Präventionsprojekt „klarkommen!“ schafft Sicherheit und fördert Integration – bald auch in Köln

logo-landesregierung-nrwInnenminister Jäger: Gezielte Hilfe für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Dortmund

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Innenminister Ralf Jäger startete heute in Dortmund das kriminalpräventive Projekt „klarkommen! Chancen bieten durch Prävention vor Ort“. „Wir wollen mit dieser Initiative gezielt den Kindern und Jugendlichen helfen, die aus den ärmsten Regionen Südosteuropas und Nordafrikas zu uns kommen“, erklärte er. „Mehr Integration und weniger Kriminalität. Das sind die Ziele von „klarkommen!“. Umgesetzt wird das Projekt vor Ort. Kompetente Sozialarbeiter leisten konkrete Hilfe – passgenau und unbürokratisch.

Die Initiative „klarkommen!“ begegnet dem Dortmunder Problem, dass Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund dort vermehrt Straftaten begehen. „Die Taten verunsichern die Bürgerinnen und Bürger und sorgten für Misstrauen gegenüber allen Zuwanderern. Deshalb handeln wir“, sagte Jäger. Für ihn steht fest: „Zuwanderung bringt uns allen viele Vorteile. Wir müssen aber dafür sorgen, dass sie funktioniert.“

In Dortmund gestalten Polizei und Stadt das vom Innenministerium finanzierte Projekt gemeinsam aus. Partner des Projektes sind der Verein „Die Brücke Dortmund“ und das „Soziale Zentrum“. „Uns geht es darum, die Sicherheit in Dortmund zu erhöhen“, betonte der Innenminister. „Außerdem wollen wir die Kinder und Jugendlichen selbst wieder „in die Spur“ bringen. Dabei unterstützen wir sie, zeigen ihnen aber auch Grenzen auf.“

In der Dortmunder Nordstadt richten „Die Brücke“ und das „Soziale Zentrum“ ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle ein. Die dort eingesetzten Sozialarbeiter sind mit den kulturellen Sitten und Gebräuchen der Kinder und Jugendlichen vertraut. „So überwinden wir Barrieren und schaffen Vertrauen“, stellte Jäger fest. Die Jugendlichen erhalten gezielte Sprachförderung, werden in ihrem Schulalltag unterstützt und ihr Tagesablauf erhält eine geregelte Struktur. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen Normen und Werte unserer Gesellschaft. „Das ist wichtig, damit sie bei uns klarkommen“, unterstrich der Innenminister.

Auch die Eltern der Jugendlichen suchen häufig Orientierung. Diese finden sie in dem Stadtteilbüro, wenn es beispielsweise darum geht, die Dinge des Alltags zu regeln. „Langfristig werden wir erfolgreich sein, wenn die gesamte Familie mitmacht“, erläuterte Ralf Jäger. Gleichzeitig machte er deutlich: „Zuwanderung ist Teil eines offenen Europas und bietet viele Chancen. Wir müssen aber die damit verbundenen Probleme lösen. Prävention ist dabei ein wichtiger Baustein.“

„klarkommen! Chancen bieten durch Prävention vor Ort“ läuft bereits in Duisburg und startet demnächst in Köln.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de

Innenministerium: NRW-Polizei sorgt für Sicherheit beim Fußball

logo-landesregierung-nrwInnenminister Ralf Jäger: Wir wollen den Kräfteeinsatz optimieren – Pilotprojekt startet für vier Spieltage

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Für Innenminister Ralf Jäger steht fest: Die NRW Polizei sorgt für die Sicherheit beim Fußball. „Darauf können sich alle fußballbegeisterten Menschen in unserem Land verlassen“, betonte Jäger heute in Düsseldorf. „Um die Polizei aber dort weiterhin präsent zu halten, wo sie gebraucht wird, müssen wir den Kräfteeinsatz optimieren.“ Hierzu startet die NRW-Polizei ein Pilotprojekt für die Dauer von vier Spieltagen. „Ich sage es ganz deutlich: Einsätze bei Risikospielen bleiben unangetastet. Gleiches gilt für das konsequente Vorgehen gegen Gewalttäter“, erklärte der Minister. „Es geht uns allein um die Spiele, die in den letzten drei Jahren ohne Krawalle geblieben sind. Hier wollen wir den Kräfteeinsatz der Bereitschaftspolizei lageangepasst runterfahren.“

Dabei setzt die NRW-Polizei besonders auf die Eigenverantwortung der Fans: „Gespräche mit Fans haben mir gezeigt, dass sie bereit sind, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das können sie jetzt unter Beweis stellen“, betonte Jäger. Bei der Einsatzplanung bindet die Polizei ihre Netzwerkpartner intensiv ein. „Es ist unser Ziel, gemeinsam für ein friedliches Fußballerlebnis zu sorgen. Nach Ablauf des Pilotprojekts werden wir sehen, ob uns dies gelungen ist“, so der Minister.

In NRW stehen in der kommenden Saison 231 Spiele der ersten drei Ligen auf dem Programm – im vergangen Jahr waren es 210. Die Notwendigkeit, Kräfte zu optimieren, ergibt sich dabei vor allem vor dem Hintergrund des Aufstiegs zweier Westvereine in die erste Bundesliga. „Bereits jetzt verwendet die Bereitschaftspolizei ein Drittel ihrer Einsatzzeit nur für die Sicherheit bei Fußballspielen. Machten wir weiter wie bisher, würde sich das nochmal deutlich erhöhen. Das kann ich dem Steuerzahler nicht mehr vermitteln“, erklärte der Innenminister.

Der NRW-Innenminister setzt auch weiterhin auf den Schulterschluss mit den Vereinen und Verbänden. „Wir sind uns einig, dass es unser gemeinsames Anliegen ist, Krawallmacher und Gewalttäter vom Fußball fernzuhalten“, hob Jäger hervor. „Nirgendwo in Europa gibt es eine so tolle Stimmung in den Stadien wie bei uns – das soll auch künftig so bleiben!“

NRW verbietet weitere Rockersymbole

Innenminister Jäger: Wir dulden keine Provokationen, die die Menschen einschüchtern

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Die NRW-Polizei hat weitere Abzeichen von Rockerclubs verboten. Nach Hells Angels und Bandidos wird das Zeigen von Symbolen von sechs wei-tere Rockergruppen strafrechtlich verfolgt. Dazu gehören die mit den Bandidos Aachen verbotenen „Chicanos MC“, „X-Team“ und „Diablos MC“ sowie den mit den Hells Angels Cologne verbotenen „Red Devils MC“. Das Gleiche gilt für die Symbole des in Sachsen verbotenen „Gremium MC“ und des in Bremen ebenfalls verbotenen „Mongols MC“. „Mit einem zusätzlichen Verbot von Kennzeichen weiterer Rockerbanden gehen wir nachdrücklich gegen diese Kriminellen vor“, erklärte Innenminister Ralf Jäger heute in Düsseldorf. „Wir dulden nicht, dass die Rocker ihre Embleme nutzen, um zu provozieren und die Menschen einzuschüchtern.“

Mit dem Verbot der weiteren Club-Abzeichen hält die NRW-Polizei an ihrer konsequenten Linie im Kampf gegen die Rockerkriminalität fest. Der Ermittlungs- und Fahndungsdruck wird weiter erhöht. „Wir dulden keine rechtsfreien Räume und gehen entschieden gegen diese kriminellen Strukturen vor. Die Polizei kennt diese Banden und ihre Köpfe ganz genau“, machte der Innenminister deutlich. „Mit dem Verbot nutzen wir alle rechtlichen Möglichkeiten.“ Die Strategie der NRW-Polizei wirkt bereits: Beim Duisburger Clubheim „Fat Mexican“ haben die Rocker haben ihre Symbole bereits abgedeckt. Auf mehreren Internetseiten verschwanden die Abzeichen der Rocker.

Der neue Erlass des Innenministeriums an die Polizeibehörden stützt sich ebenfalls auf das Urteil des Oberlandesgerichtes Hamburg vom 7. April 2014. Darin hat das OLG festgestellt, dass das öffentliche Verwenden definierter Kennzeichen der Rockergruppierung „Hells Angels“ auch dann als verboten anzusehen ist, wenn diese Kennzeichen mit einem Ortszusatz versehen sind, der sich auf einen bislang nicht verbotenen Ortsverband („Charter“) bezieht. Entscheidend sei allein die Übereinstimmung mit den Kennzeichen des verbotenen „Hells Angels Motor Club e.V.“. Orts- oder sonstige Namenszusätze, die das verbotene Kennzeichen ggf. ergänzen, seien somit unbeachtlich. Dieser Rechtsauffassung haben sich die Generalstaatsanwaltschaften Düsseldorf, Hamm und Köln angeschlossen.

Bei den jüngsten Kontrollen in der Rockerszene haben Polizisten Tätowierungen mit den verbotenen Symbolen der Hells Angels sowie den Totenkopfschädel mit Engelsflügeln festgestellt. Da die verbotenen Kennzeichen sichtbar waren, erstattet die Polizei Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz.

In den vergangenen zwei Jahren führte die NRW-Polizei mehr als 180 Kontrollen und Razzien gegen Rocker durch. Bei den rund 17.200 Personen- und über 6.300 überprüften Fahrzeugen beschlagnahmten die Beamten zahlreiche Hieb- und Stichwaffen. Insgesamt zeigte die NRW-Polizei bei 531 Treffen von Rockern Präsenz. „Immer wenn Rocker sich treffen, ist die Polizei da und kontrolliert“, machte der Innenminister deutlich.

Michael Scheffler: „Novellierung des Bestattungsgesetzes ist eine gute Anpassung an unsere vielfältige Gesellschaft“

logoDer nordrhein-westfälische Landtag hat am Mittwoch die Novellierung des Gesetzes über das Friedhofs- und Bestattungswesen (Bestattungsgesetz) beschlossen. „Damit hat NRW ein modernes und der heutigen Gesellschaft angepasstes Gesetz“, sagt Michael Scheffler, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Landtag NRW.

„Mit der Novellierung des Bestattungsgesetzes haben nun auch nicht-christliche Religionsgemeinschaften die Möglichkeit, eigene Friedhöfe zu betreiben. Wie es einer vielfältigen Gesellschaft entspricht, haben unter anderem die rund 1,3 Millionen muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit, sich auf eigenen Friedhöfen nach ihren Glaubensgrundsätzen und in Wohnortnähe bestatten zu lassen.
In dem neuen Gesetz wird zudem ein Aufstellungsverbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit festgeschrieben: Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge werden von rund 115 Millionen Kindern Arbeiten mit schädlichen Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Sicherheit verrichtet. Viele von ihnen sind auch an der Herstellung von Grabsteinen beteiligt. Vor diesem Hintergrund dürfen, nach einer Übergangfrist für bereits eingeführte Steine, nur Grabmäler und Grabeinfassungen aufgestellt werden, bei deren Herstellung nicht gegen das Übereinkommen Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation von 1999 verstoßen wurde.“

Gemeinsame Pressemitteilung von SPD und Grünen in Köln: Abstimmung der Kölner CDU zum Antrag gegen Rechts ist beschämend!

Logo_KölnSPDDie CDU-Fraktion im Kölner Stadtrat hat sich heute zu der von SPD, Grünen und Linken beantragten Resolution ““Umgang mit rechtsextremen Parteien im Kölner Rat“ enthalten.

Der CDU-Fraktionschef Bernd Petelkau stellte sich im Stadtrat heute voll und ganz hinter den Porzer CDU-Politiker Henk van Benthem, der mit den Stimmen von Pro Köln und AfD in das Amt des Bezirksbürgermeisters in Porz hat wählen lassen.

Dazu erklären Jochen Ott, Vorsitzender der SPD Köln und Katharina Dröge und Anne Lütkes, Vorsitzende der Kölner Grünen:

Die heutige Aktuelle Stunde im Kölner Stadtrat wäre für die CDU Köln die Chance gewesen, eindeutig klar zu machen, dass die CDU sich in den nächsten sechs Jahren nicht von dem Stimmverhalten von Pro Köln abhängig machen wird, weder bei Sachentscheidungen, noch in Personalfragen. Dies war bislang der Konsens der demokratischen Parteien in Köln. Dass die CDU Köln dieser klaren Position nun nicht mehr zustimmen konnte, ist traurig und beschämend.

Rechtsextreme streben mit ihren menschenverachtenden und diskriminierenden Parolen nach öffentlicher Aufmerksamkeit und politischem Einfluss. Besonders in der Rolle des „Züngleins an der Waage“ sehen sie die Chance sich zu profilieren. Kurzfristige politische Erfolge, wie die Wahl des CDU-Politikers Henk van Benthem in Porz als Bezirksbürgermeister, dürfen deshalb nicht damit erkauft werden, dass die Feinde der Demokratie salonfähig gemacht werden.

In der CDU müssen sich die Stimmen der Demokratie und Vernunft bald wieder durchsetzen!

Ein erster Schritt wäre dafür der Rücktritt von Henk van Benthem, so dass der Weg in Porz frei ist für einen demokratischen Neustart!

Offener Brief des Vorsitzenden der KölnSPD an den Kölner CDU-Chef zur Wahl des Porzer Bezirksbürgermeisters

ott_jochenSehr geehrter Herr Petelkau!

mit Entsetzen haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich in der Bezirksvertretung in Porz ein Christdemokrat mit Hilfe der rechtspopulistischen, rassistisch und menschenverachtend agierenden Partei Pro Köln zum Bezirksbürgermeister hat wählen lassen.

In einer Demokratie ist der Wechsel von Mehrheiten immer möglich und auch ist es nur normal, wenn die Besetzung von repräsentativen politischen Ämtern Änderungen erfahren und sich neue Mehrheiten innerhalb des demokratischen Spektrums ergeben.

Das, was sich gestern in der Porzer Bezirksvertretung, nicht zufällig, sondern wohl mit einem Vorlauf von Absprachen, ergeben hat, ist eine neue „Qualität“, die es in Köln bisher noch nicht gegeben hat. Es ist ein Tabubruch in der Kölner Politik.

Noch im Wahlkampf wurde immer wieder bekräftigt, dass dem braunen Mob mit seiner Hetzerei und den widerlichen Parolen begegnet werden muss und die Demokraten zusammen zu stehen haben.
Alle Demokraten, unabhängig von der Bewertung des eigenen Wahlergebnisses, waren froh, dass die Wählerinnen und Wähler den Rechtsextremen Menschenverachtern die Quittung gegeben haben bei der Kommunalwahl.

Der aktuellen Medienberichterstattung ist zu entnehmen, dass der Bezirksbürgermeisterwahl wohl aktives Werben der Porzer CDU um die Stimme des Pro Köln Vertreters voraus gegangen sei. Das würde bedeutet, dass nicht auszuschließen ist , dass die Kölner CDU bzw. Teile von ihr aktiv mit einer rechtsradikalen Gruppe zusammen arbeitet, um sich in repräsentative Funktionen. wählen zu lassen.
Und das zwei Wochen nach dem Birlikte Fest. Der machtvollen Demonstration der Kölnerinnen und Kölner gegen Rechts.

Im Vorfeld der Wahl hat Herr van Benthem im KSTA erklärt, sich in keinem Fall von Pro Köln wählen zu lassen. Das Ergebnis von gestern Abend spricht allerdings eine andere Sprache und ist ein klarer Wortbruch gegenüber dem Versprechen, dass er der Öffentlichkeit gemacht hat.

Auch wir dachten , dass Herrn van Benthem und die Porzer CDU sich ein Beispiel nehmen an dem ehemaligen Bürgermeister der Kreisstadt Gummersbach im Oberbergischen Kreis. Der CDU Bürgermeister Hubert Sülzer, damals schon 3 Wahlperioden im Amt, wurde 1989 mit den Stimmen der Republikaner zum Bürgermeister gewählt. Herr Sülzer nahm die Wahl nicht an, weil er es nicht hätte ertragen können „ von den braunen Brüdern“ ins Amt gehieft zu werden. Schweren Herzens verzichtete Herr Sülzer, weil er als gradliniger und aufrichtiger Demokrat der Versuchung widerstand. Diese Haltung sollte auch Maßstab für die CDU in Porz, die CDU in Köln insgesamt sein.

Sehr geehrter Herr Petelkau, ich kann Sie nur eindringlich bitten Ihren Einfluss als Vorsitzender der Kölner CDU in die Waagschale zu werfen und diese Schande für die Gemeinschaft der Demokraten zu beenden. Sorgen Sie dafür, dass Herr van Benthem dieses Amt nicht antritt.
Die demokratische Kultur in Porz und Köln hat schweren Schaden genommen. Gerne will ich auch mithelfen in Porz, auf der Grundlage des Rücktritts von Herrn van Benthem, mitzuhelfen eine Lösung zu finden, die das Wahlergebnis der Bezirksratswahl in Porz berücksichtigt.
Lassen sie uns gemeinsam mit allen Parteien einen Neuanfang in Porz machen.
Zum Wohle der demokratischen Kultur.

Mit demokratischen Grüßen
Jochen Ott
Vorsitzender

1.477 neue Polizistinnen und Polizisten vereidigt – Höchststand seit 17 Jahren

Ministerpräsidelogo-landesregierung-nrwntin Kraft: Polizistinnen und Polizisten übernehmen große Verantwortung für Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger

Innenminister Jäger: Einstellungszahlen bei NRW-Polizei so hoch wie nie zuvor

Die Landesregierung teilt mit:

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Innenminister Ralf Jäger haben  gemeinsam 1.477 angehende Polizistinnen und Polizisten in Köln vereidigt. „Sie setzen sich künftig besonders für die Werte und Vorgaben unserer Gesetze ein. Sie übernehmen damit große Verantwortung für unseren Rechtstaat und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Ich bin mir sicher, dass Sie den hohen Erwartungen Ihres Berufes gerecht werden, wenn Sie die vor Ihnen liegenden Aufgaben mit Zuversicht, mit Leistungswillen und hoffentlich auch Freude angehen. Für diesen Weg wünsche ich Ihnen viel Erfolg“, sagte die Ministerpräsidentin.

„Mit 1.477 neuen Anwärtern haben wir die höchste Einstellungszahl seit 17 Jahren erreicht. Im September 2014 beginnen weitere 1.500 Neueinsteiger ihre Ausbildung. Damit sind die Einstellungszahlen bei der NRW-Polizei so hoch wie nie zuvor“, betonte der Innenminister.

Die vereidigten Anwärter haben ihr Fachhochschulstudium am 1. September 2013 begonnen. „Es ist uns gelungen, im Auswahlverfahren die Besten im Sinne von Teamfähigkeit, Leistung, Wissen und Flexibilität zu finden. Unsere Nachwuchskräfte erwartet eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe“, sagte Jäger.

Von den neuen Polizistinnen und Polizisten haben 131 einen Migrationshintergrund, das sind rund neun Prozent: „Mit Ihren besonderen Kompetenzen, wie Mehrsprachigkeit oder Ihrem kulturellen Wissen, sind Sie eine Bereicherung für die Polizei in NRW und können Türen in andere Kulturen öffnen“, hob Ministerpräsidentin Kraft hervor. „Denn gerade Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind in ihrer Arbeit auf einen aktiven Dialog angewiesen – einen Dialog, der nur dann gelingen kann, wenn man den anderen versteht und von ihm verstanden wird.“

Für den Einstellungsjahrgang 2013 hatten sich 8.655 junge Leute beworben. Die Auswahl für die 1.500 Ausbildungsplätze ab September 2014 wird derzeit unter 8.361 Bewerberinnen und Bewerbern getroffen werden. „Das zeigt, dass der Polizeiberuf nach wie vor interessant, attraktiv und begehrt ist“, stellte der Innenminister fest.

Mehr Informationen zum Polizeiberuf gibt es im Internet unter www.polizei.nrw.de.