Herzlichen Glückwunsch an Willi Does

Einer, den man kennen sollte in meinem Wahlkreis und in ganz Köln: Willi Does ist als Geschäftsführer der Leiter der Kölner Emmaus-Gemeinschaft, die sich besonders um Obdachlose und hilfsbedürftige Menschen kümmert.

Emmaus wurde 1949 von dem Armenpriester Abbé Pierre in einem Vorort von Paris durch die Einrichtung einer Gemeinschaft der „Lumpensammler“ ins Leben gerufen. Diese Gemeinschaft bestand aus arbeits- und obdachlosen, haftentlassenen und verzweifelten Menschen. Gemeinsam konnten sie von ihrer Arbeit leben und anderen, die alleingelassen und noch ärmer waren, wirksam helfen. So wurde sie eine Gemeinschaft von Armen, die noch etwas abgeben konnten, somit ein Vorbild für alle Emmaus-Gemeinschaften, die durch ihr Beispiel entstanden sind.

Heute bestehen ca. 400 Gruppen in fast 40  Ländern. Jetzt wurde Willi Does zum Präsidenten der internationalen Gemeinschaft Emmaus Europa gewählt. In dieser neuen Funktion empfängt ihn heute der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, in Straßburg.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Emmaus-Gemeinschaft!

Man findet sie übrigens zweimal in Köln: die große Halle der Emmaus Gemeinschaft Köln e.V., Geestemünder Str. 42, 50735 Köln Niehl und das “Lädchen”, Baudriplatz 16, 50733 Köln-Nippes.

10 Gäste auf der Frikadellensitzung

IMG_7805Es ist eine Pfarrsitzung der besonderen Art, die Frikadellensitzung in Longerich zu Gunsten des “Fördervereins Pfarrheim Heilig Kreuz e.V.”. Seit 11 Jahren gibt es die Sitzung, auf der alle Mitwirkenden für die symbolische “Gage” von “ne Appel un en Ei” auftreten.

Unter den 240 Jecken im Pfarrsaal Heilig Kreuz waren auch 10 Gäste aus dem Sozialverband VdK, die meiner Einladung als Anerkennung engagierter ehrenamtlicher Tätigkeit gefolgt waren. Eine Frikadelle gabs gratis, der Rest der Verpflegung durfte von zu Hause mitgebracht werden. Es waren sechs gelungene Stunden „Spaß an dr Freud“. IMG_8139

Für die Unterstützung bei der Organisation danke ich dem Präses Günter Ritter und Winnie Steinbach, unserem Bezirksvertreter, der mit den Jlöckspilzen die musikalische Begleitung und eigene Krätzchen beisteuerte.

Toll, auch für Chorweiler

Die Tennisspielerin Angelique Kerber hat sich ihren Traum erfüllt und im Finale der Australian Open in Melbourne gegen Serena Williams den ersten Grand Slam Titel ihrer Karriere gewonnen.

Ein sensationeller Erfolg, über den sich auch der Tennisverband Mittelrhein freuen kann. Denn in seinem Leistungszentrum an der Merianstraße 2 in Chorweiler haben sie und andere Spielerinnen, so auch Andrea Petkovic aus dem deutschen Fed Cup, sich regelmäßig bei dem Trainer Mike Diehl vorbereitet und fit gemacht.

Mein herzlicher Glückwunsch gilt deshalb nicht nur der Siegerin von Melbourne Angelique Kerber, sondern auch Mike Diehl und dem Tennisverband Mittelrhein mit dem Team des Leistungszentrums in Chorweiler.

Übergriffe auf Flüchtlingseinrichtungen haben sich in NRW verachtfacht

jaeger-e1425657169838-150x150Innenminister Jäger: Flüchtlinge dürfen nicht bedroht und verängstigt werden

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte hat sich 2015 in Nordrhein-Westfalen gegenüber dem Vorjahr mehr als verachtfacht. Im vergangenen Jahr waren es 214 solcher Übergriffe, im Vorjahr lediglich 25. „Wir nehmen jeden einzelnen dieser Angriffe sehr ernst. Es sind Straftaten und sie sind absolut beschämend“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger. „Menschen, die zum Teil alles verloren haben und bei uns Schutz suchen, dürfen nicht mit Nazi-Methoden bedroht und verängstigt werden.“ Jäger appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, denn es sei eine „gemeinsame Aufgabe, dass sich diese Menschen bei uns sicher fühlen.“

In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um propagandistisch und politisch motivierte Delikte, wie Schmierereien mit Hakenkreuzen und rassistischen Parolen bis hin zu direkten Androhungen von Gewalt. Aber es gab auch 28 Gewaltdelikte wie Körperverletzung oder Brandstiftung. Insgesamt wurden fünf Menschen leicht verletzt. Bislang wurden knapp 70 Verdächtige ermittelt und ein Viertel der Taten aufgeklärt. „Es ist unser Ziel, möglichst alle Täter zu fassen und vor Gericht zu stellen“, erklärte Ralf Jäger.

Der Innenminister macht vor allem die rechtsextremistische und rassistische Hetze im Internet für die Zunahme der Übergriffe verantwortlich: „Die Ermittler stellen fest, dass die Wortwahl deutlich an Aggressivität und Schärfe zunimmt“, erläuterte Jäger. „Hass in sozialen Netzwerken schürt ein Klima aus Angst und Gewalt. Er stachelt zu Tätlichkeiten gegenüber Flüchtlingen an und legt Feuer an Flüchtlingsheime.“

So kam es im Oktober in Altena zu einem Schwelbrand auf dem Dachboden einer Asylbewerberunterkunft. Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich sieben Menschen im Gebäude auf. Die Ermittlungen ergaben, dass der Brand vorsätzlich gelegt worden war. Durch die Ermittlungen konnten zwei Tatverdächtige festgenommen werden. Das Motiv für die Tat war die vorher geschürte Angst, dass Flüchtlinge aus der Nachbarschaft Straftaten begehen könnten.

Bei den Analysen ergab sich folgendes Täterprofil: Die Taten werden bis-lang mit etwa 75 Prozent überwiegend durch Straftäter aus der Nachbarschaft oder der Region begangen. Bei einem Drittel gibt es keine polizeilichen Vorerkenntnisse und bei zwei Dritteln keine Bezüge zum organisierten Rechtsextremismus. Es ist nicht zu erkennen, dass die Taten zentral oder überregional gesteuert werden. „Daraus ergibt sich: Rechtsextremistische Organisationen und Parteien schaffen den ideologischen Nährboden und sind mit ihrer ausländerfeindlichem Hetze Katalysatoren für rechtsextremistisch motivierte Straftaten“, erläuterte Jäger.

Die Facebook-Profile von Pro NRW, von „Die Rechte“, NPD und „Der III. Weg“ veröffentlichen fortwährend hasserfüllte und in der Gesamtschau herabwürdigende Berichte über Flüchtlinge. Es ist ein Trend erkennbar, dass diese rechtsextremistische Hetze im Internet immer häufiger unter Klarnamen verbreitet wird.

Innenminister Jäger: „Menschen trauen sich das, weil sie glauben, dass ihre radikale und rassistische Haltung begrüßt und für gut geheißen wird.

Das unterstützende Feedback, das sie erhalten – das ist ihr virtueller Applaus. Er bestärkt sie darin, sich mit extremistischen Ideologien zu identifizieren. Das fördert die Radikalisierung des Einzelnen. Und so sinkt die Hemmschwelle, die Hetzparolen aus dem Netz in tatsächliche Gewalt umzusetzen.“

Jäger appellierte an Internetnutzer: „Unterstützen Sie Polizei und Justiz im Kampf gegen Hetze und Hass im Internet. Melden Sie Internetseiten und Einträge in denen gegen Flüchtlinge, Helfer, Journalisten und Politiker gehetzt wird.“

Erfahrener Polizist wird neuer Polizeipräsident für Köln und Leverkusen

jaeger-e1425657169838-150x150Minister Jäger: Jürgen Mathies wird das Vertrauen der Menschen in die Kölner Polizei zurückgewinnen

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Jürgen Mathies, Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste in Duisburg, wird neuer Polizeipräsident für Köln und Lever- kusen. Das hat das Landeskabinett auf Vorschlag von Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf entschieden. „Mit Jürgen Mathies erhält Köln einen Polizeipräsidenten, der die Herausforderungen anpackt“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Köln. „Er ist ein erfahrener Polizist, der den Beruf des Polizeibeamten von der Pike auf gelernt hat. Jürgen Mathies wird das Vertrauen der Menschen in die Kölner Polizei zurückgewinnen.“

Bereits 1980 fuhr Mathies zum ersten Mal in Köln Streife. Zuletzt leitete er das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg mit über 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Jürgen Mathies kennt die Polizei aus allen Blickrichtungen“, betonte der Minister. „Seine umfangreiche Erfahrung aus der Arbeit in vielen Behörden zeichnet ihn ebenso aus wie seine hohe Führungskompetenz und seine Entschlossenheit zum Handeln.“

„Die besondere Situation in Köln ist für mich eine große Herausforderung“, sagte Mathies. „Es ist jetzt unsere erste Pflicht und Aufgabe, jedem Kölner und Leverkusener das Gefühl der Sicherheit so schnell es geht zurückzugeben.“ Er machte gleichzeitig deutlich, dass die Kölner Polizei aufgrund der Ereignisse nicht unter Generalverdacht gestellt werden dürfe. „Mehrere Tausend Polizistinnen und Polizisten setzen sich in Köln und Leverkusen tagtäglich mit viel Leidenschaft und Engagement für die Sicherheit der Menschen ein. Sie haben das aus der Silvesternacht entstandene Misstrauen nicht verdient.“ Gleichzeitig warb Mathies für mehr Mut zur Selbstkritik in der Polizei. „Ich bin der festen Überzeugung, dass es eine gute Polizeitugend ist, Fehler – wenn sie passieren – offen und fair anzusprechen. Das schulden wir der Öffentlichkeit und uns selbst. Nur so können wir daraus lernen.“

Mit Blick auf die bevorstehenden Einsätze im Karneval machte Mathies deutlich, dass die Kölner Polizei die Präsenz auf den Straßen nicht nur an den tollen Tagen erhöhen wird. „Bürgerinnen und Bürger wollen ihre Polizei als Ansprechpartner und Garant für ihre Sicherheit wahrnehmen. Ich werde für mehr polizeiliche Präsenz auf den Straßen in Köln und Leverkusen sorgen“, bekräftigte Mathies. Viele Probleme in Fragen der Sicherheit seien aber nicht allein durch die Polizei zu bewältigen. „Ich setze auch auf eine enge Zusammenarbeit mit der Kölner Oberbürgermeisterin und dem Leverkusener Oberbürgermeister“, betonte Mathies. „Wir haben das gleiche Ziel: Wir wollen mehr Sicherheit für die Menschen.“

Mathies trat 1977 in den Polizeidienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Nach der Ausbildung war er zunächst im Wachdienst beim Polizeipräsidium Köln eingesetzt. Nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und der Polizei-Führungsakademie in Münster hat er verschiedene Führungsfunktionen in den Kreispolizeibehörden Siegburg und Köln wahrgenommen. Nach einer ersten Verwendung im Innenministerium NRW von 1997 bis 2003 war er Hauptdezernent der Polizeiabteilung bei der Bezirksregierung Köln. 2006 kehrte er als Einsatzreferent und Vertreter des Inspekteurs der Polizei ins Innenministerium zurück. Seit Juli 2007 war er Leiter des LZPD in Duisburg.

Ein Foto von Jürgen Mathies finden Sie unter: http://www.mik.nrw.de/presse-mediathek/presse/fotos- pressetermine.html

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw

Flüchtlinge und Zuwanderung: Gespräche mit Kölner Agentur für Arbeit und Polizei Köln

Bild_Kossiski_StockAm 18. Dezember kam es zu einem Gespräch mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln, Roswitha Stock, über die Arbeitsmarktintegration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern. Dabei ging es vor allem um die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen. Wir sprachen auch über die Themen Qualifikation der Geflüchteten, Kompetenzfeststellung, Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse sowie über die Aufgaben der zusätzlichen Vermittlungsfachkräfte. Wichtig ist es, die Potenziale der Flüchtlinge zu erkennen, sie auf den Kölner Arbeitsmarkt vorzubereiten, Vorbehalte bei Arbeitgeberinnen und -gebern abzubauen sowie die Bereitschaft zu steigern, Geflüchtete einzustellen.

Wichtig für die schnelle und nachhaltige Integration ist ohne Zweifel zudem eine schnelle Einbeziehung in Sprachangebote. Ein flächendeckendes, nachhaltiges sowie qualitativ hochwertiges Deutschkursangebot für Asylbewerberinnen und -bewerber ist unbedingt notwendig.

Um die mit der frühzeitigen Arbeitsmarktintegration Geflüchteter verfolgten Ziele zu erreichen, ist ferner eine möglichst gute Vernetzung aller am Prozess beteiligten Institutionen notwendig. Deswegen begrüße ich ausdrücklich die Einrichtung des gemeinsamen Integration Points der Agentur für Arbeit und des Jobcenters in Köln. Neben guten Deutschlehrgängen ist zur Integrationsvorbereitung ein gutes und flächendeckendes Beratungsangebot zur beruflichen Integration erforderlich. Beginnend mit dem Kennenlernen der deutschen Arbeitswelt mit Betriebsbesuchen und einer nachhaltigen Berufsorientierung.

Außerdem traf ich an diesem Tag den ehemaligen Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers. Das Gespräch mit Herrn Albers beinhaltete den Punkt zu möglichen Vorurteilen und Gerüchten in der Debatte um Flüchtlinge und Kriminalität. Wir sprachen darüber, ob es rund um Flüchtlingseinrichtungen tatsächlich mehr strafrechtlich relevante Vorfälle gibt. Deutlich wurde, dass Flüchtlinge nicht per se krimineller sind.

Wichtig ist daher, dass Ängste und Sorgen, die in Teilen der Bevölkerung in diesem Zusammenhang vorhanden sind, offen angegangen werden, auch wenn diese derzeit unbegründet sind. Es sollte nichts schöngeredet werden, aber die Diskussion muss differenziert geführt werden. Hinsichtlich der Frage, ob sich die Kriminalitätsraten aufgrund der Flüchtlingssituation verändert haben, muss zudem bedacht werden, dass es Straftaten gibt, die nur von Geflüchteten begangen werden können, wie illegale Grenzübertritte oder Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz.

Für mich sind diese Rückmeldungen aus der Praxis vor Ort wichtig für meine weitere politische Arbeit.

Bedanken möchte ich mich daher an dieser Stelle bei Frau Roswitha Stock und Herrn Wolfgang Albers für die sehr anregenden und konstruktiven Gespräche.

Zurück zur Sachlichkeit und zur vertrauensvollen Zusammenarbeit!

Presseinformation
12.01.2016

Andreas Kossiski MdL:

Kölner Polizei und Stadtspitze können nur gemeinsam die Probleme in Köln lösen. Aus der Polizei Köln und von den Gewerkschaften erreichen mich immer mehr kritische Nachfragen zur Öffentlichkeitsarbeit der Oberbürgermeisterin. In den Tagen nach Silvester, wie nach jedem Einsatz üblich, hat es meiner Kenntnis nach mehrere Gesprächsrunden zwischen Polizei und Stadtspitze gegeben. Hier wurden alle relevanten Informationen ausgetauscht und abgeglichen. Wenn das so zutrifft, muss sich die Oberbürgermeisterin fragen lassen, warum sie unmittelbar vor der Entlassung des Polizeipräsidenten eine Pressemitteilung herausgibt, in der sie diese Angaben in Frage stellt und von einem zerrütteten Vertrauensverhältnis zur Kölner Polizei spricht.

Auf weiteres Unverständnis, auch bei mir persönlich, stößt die heutige Pressemeldung zur Absage der Polizei an der Teilnahme am Hauptausschuss der Stadt Köln. Der gestrige Tag war für alle im Polizeipräsidium Köln von wichtigen Entscheidungen geprägt und ausgefüllt von diversen Besprechungen und wichtigen Einsatzvorbereitungen. Die Polizeiführung hatte am Nachmittag eine ausführliche Besprechung mit Vertretern des MIK, die auch Frau Reker als Absagegrund bekannt war.

Ich wünsche mir von Henriette Reker Unterstützung und Verständnis für die aktuelle Situation in der Kölner Polizei! Es wäre jetzt im Sinne der Sicherheit der Menschen in unserer Stadt wichtig, wenn alle Verantwortlichen sich nicht in Vorwürfen verstricken, sondern insbesondere die anstehenden Großereignisse professionell und gemeinsam vorbereiten würden. Die Kölner Sicherheitskonferenz muss dringend – unter Einbeziehung der Justiz – wieder regelmäßig tagen und zu einer Sicherheits-und Präventionskonferenz weiterentwickelt werden.